Montag, 15. Dezember 2008

Ratten statt Pfandflaschen

Eine "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme" der besonderen Art hat Henner Schmidt, seines Zeichens Mitglied der FDP und des Abgeordnetenhauses von Berlin, vorgeschlagen:

Die Berliner sollen jetzt Ratten jagen! Für ein Kopfgeld von einem Euro pro getötetem Tier. Vor allem Ärmere will man wohl damit ansprechen.
[...]
"Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen."
[...]
Die FDP will ihren Antrag am Donnerstag in die BVV von Mitte einbringen.

Quelle: Berliner Kurier


Ob Herr Schmidt den künftigen "Ich-AG-Kammerjägern" zur Erleichterung ihrer Tätigkeit auch die eine oder andere "Blockflöte" aus seiner Partei zur Verfügung zu stellen gedenkt, konnte bislang freilich nicht in Erfahrung gebracht werden.

11 Kommentare:

epikur 15. Dezember 2008 um 18:57  

Boah...ich könnte ja irgendwas halbwegs ironisches, sarkastisches jetzt dazu sagen. Das Schlimme ist nur, es wird scheinbar schneller zur Realität, als wie man darüber lachen könnte. Und das ist ja langsam echt erschreckend.

Warum also nicht wieder offiziell die Zwangsarbeit einführen? Zynisch oder sarkastisch sagt ihr? Wartet ab, bald schlägt das jemand vor...

Anonym,  15. Dezember 2008 um 19:53  

Es braucht keine Ironie, um festzustellen: Günter Wallraff sich getäuscht. Erst jetzt sind wir 'Ganz unten' angekommen. Ali war nur eine Episode...

BvbgE

Anonym,  15. Dezember 2008 um 20:15  

@epikur

Nächste Jahr wird das Realität, und ich befürchte noch ganz andere Sachen, wenn Merkel sich nach der Wahl mit Westerwelle zusammentut...

klaus baum 15. Dezember 2008 um 21:04  

ich finde, man sollte selber in die offensive gehen. einen vorschlag hatte ich neulich schon gemacht: jagd auf arbeitslose wie im corbucci-film mit kinski als kopfgeldjäger. die menschen, die er zur strecke bringt, waren gezwungen, zu stehlen, um etwas essen zu können.
die geschichte mit den ratten geht schon in richtung film und düsteres szenario. dieser herr schmidt ist ein künstler. ich liebe ihn.

hier der link zum link:
http://klaus-baum.webinformation.de/2008/11/23/ein-vorschlag-zur-sinnvollen-nutzung-des-winterlochs/

Anonym,  15. Dezember 2008 um 22:19  

Hat der gute Mann sich geäußert, ob nur Angehörige bestimmter Parteien gejagt werden sollen oder alle? Wie auch immer dürfte der Vorrat bald ausgehen -typisches Strohfeuer.

Roberto J. De Lapuente 15. Dezember 2008 um 22:41  

Dabei wäre es in Berlin so einfach, an Ungeziefer zu kommen... im Senat sitzen alle beisammen...

klaus baum 15. Dezember 2008 um 22:52  

zwei menschen, ein gedanke. eben wollte ich noch nachtragen: meint schmidt sämtliche abgeordneten in berlin?
bei der www.fotocommunity.de kann man oben rechts suchbegriffe eingeben. zu ratte findet man 565 ergebnisse, i.e. fotos. ich bin erstaunt, was das alles als ratte bezeichnet wird.
erstaunt war ich zu erfahren, wieviele menschen ein einiges verhältnis zu ratten haben, zu ihrer ratte.

Kurt aka Roger Beathacker 15. Dezember 2008 um 23:26  

Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass man Hartz-IV-Empfaengern und solchen, die nicht mal das bekommen, nahelegt, das "Wildbret" doch lieber gleich fuer den eigenen Verzehr zurueckzubehalten, weil man sich soviel gutes, frisches (Wild-)Fleisch fuer einen Euro ohnehin nirgends kaufen kann.

Und wer partout keine Ratten verzehren moechte, kann ja ersatzweise versuchen, die eine oder andere Taube zur Strecke zu bringen.

Waidmanns Heil!

klaus baum 16. Dezember 2008 um 11:48  

in den letzten beiden sätzen meines kommentars haben sich zwei fehler eingeschlichen:

>>ich bin erstaunt, was das alles als ratte bezeichnet wird.
erstaunt war ich zu erfahren, wieviele menschen ein einiges verhältnis zu ratten haben, zu ihrer ratte.<<

richtig muß es heißen: was da alles ......

und:
...... inniges verhältnis

Mechthild Mühlstein 17. Dezember 2008 um 11:34  

@ epikur
Zwangsarbeit ist in Deutschland doch längst realität. Oder wie nennt man das, wenn jemand bestraft wird, weil er eine bestimmte arbeit nicht ausüben möchte oder weil er zu bestimmten konditionen nicht arbeiten möchte.

Natürlich sieht die zwangsarbeit heute anders als in ganz finsteren zeiten aus, das heißt aber nicht, daß es sie nicht gäbe.

Klaus hat gestern auf ein urteil des bundessozialgerichts
aufmerksam gemacht, das einem zu denken geben sollte.

---

Jetzt aber zu den ratten: Sollte man im parlament eher lebend- oder bügelfallen aufstellen?

Noch ein vorschlag für die kantine des finanzsenats: Bioratte

www.flickr.com


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