Mittwoch, 10. Dezember 2008

Der Wirtschaft helfen: Schwarzfahren ...

... und sich dabei brav erwischen lassen:

Die Fahrscheinprüfer müssen dafür sorgen, dass die BVG pro Jahr 400.000 „erhöhte Beförderungsentgelte“ (EBE) über jeweils 40 Euro in Rechnung stellen kann. Damit dieses Ziel erreicht wird, setzt die Securitas Anreize. Sie zahlt Kontrolleuren Prämien, wenn sie in einer achtstündigen Schicht mindestens 13 Schwarzfahrer ertappt und verwertbare Personalien notiert haben.
Quelle: Berliner Zeitung

Also Leute, sorgt dafür, dass ihr den öffentlichen Personennahverkehr nicht durch übermäßig korrektes Verhalten ruiniert und die Arbeitsplätze der "Fahrscheinprüfer" sicher bleiben.

Auch wer etwa moralische Bedenken hegt und unbedingt "korrekt" bleiben will, kann seinen Beitrag leisten: indem er z.B. die gültige Monatskarte stets zu Hause vergisst und lieber die vom Vormonat "benutzt", in dem er seinen korrekt erworbenen und entwerteten Fahrschein "gerade nicht findet", während er kontrolliert wird oder indem er den korrekt entwerteten Fahrschein regelmäßig noch vor Fahrtantritt direkt in den Papierkorb befördert. So bleibt das Gewissen rein und die Wirtschaft gesund.

4 Kommentare:

epikur 10. Dezember 2008 um 19:03  

"Damit dieses Ziel erreicht wird, setzt die Securitas Anreize"

Wieso denn nur Anreize? Bezahlt die Kontrolleure einfach zu 100% aus den Prämien, die sie für jeden geschnappten Schwarzfahrer bekommen. Das allein sollte "Anreiz" genug sein, für eine längst überfällige Radikalisierung der Kontrolleure.

Fragen wie "Kann ich mal bitte Ihren Fahrschein sehen?" erübrigen sich dann. Fahrgäste, welche über einen gültigen Fahrschein verfügen, wird dieser einfach gewaltsam entrissen. Dieser alsbald in den Papierkorb befördert (der Fahrschein, nicht der Fahrgast!) und die Kontrolleure sowie die Fahrscheinprüfer - ach was - die ganze Wirtschaft ist dann gesund und glücklich ;-)

klaus baum 10. Dezember 2008 um 23:14  

Ich habe leider ein Jahresabo.

Mechthild Mühlstein 11. Dezember 2008 um 12:05  

Das mit den »anreizen« bei der securitate erklärt natürlich einiges: Neulich war ich mit zwei kollegen im grenzgebiet berlin/brandenburg unterwegs. Wir bekamen, obgleich wir uns m. e. im gültigkeitsbereich unserer monatskarten befanden, alle drei eine zahlungsaufforderung in die hand gedrückt.

Die kontrolleure sichern also nicht nur sich selbst, sondern vor allem auch den leuten von der beschwerdestelle die arbeitsplätze. Nur eben ohne mein geld.

Wie hieß das damals so schön bei Ton, Steine, Scherben? »Nee, nee, nee! Eher brennt die BVG!« (oder so ähnlich)

klaus baum 11. Dezember 2008 um 18:29  

@mechthild, die da oben werden immer krimineller.

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