Donnerstag, 14. August 2008

Kein Mindestlohn für Un-Sinn? Ja bitte!

“Mindestlohn macht Friseur und Urlaub teurer.” Das berichtet die BILD-Zeitung unter Berufung auf eine Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Nach Einschätzung von Experten würde ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde Waren und Dienstleistungen bis zu 40 Prozent verteuern.

Quelle (Nachdenkseiten)


Man wagt gar nicht daran zu denken, um wieviel die Preise fallen müssten, wenn durchgesetzt werden könnte, dass jeder, der sich offen gegen die Einführung von Mindestlöhnen ausspricht, für seine Tätigkeit nur noch Vergütungen unterhalb der angepeilten Mindestlohngrenze vereinnahmen dürfte. Allen voran natürlich Professor (Un-)Sinn, Hugo Müller-Vogg und Konsorten.

Noch ein Beitrag zu unsinnigen Thesen.(Klick!)

25 Kommentare:

Franktireur 14. August 2008 um 12:32  

Worüber diese De**en anscheinend überhaupt nicht nachdenken ist, daß sie selber damit zugeben, dass draußen im Lande Dumpinglöhne gezahlt werden, die teils wohl sogar als sittenwidrige Wucherlöhne bezeichnet werden dürften. Denn wenn 7,50 Euro Stundenlohn zu einer Verteuerung von Waren und Dienstelistungen um 40% führen, heißt das für mich nicht anderes als: jetzt liegen derartige Löhne bei weit unter 5 Euro. 5 x 160 Stunden/Monat = 800 Euro, also knapp oberhalb der Armutsgrenze von 781 Euro, jedoch deutlich unter der Pfändungsfreigrenze. Es haben bereits genug Gerichte festgestellt, dass derartig niedrige Löhne als sittenwidrig eingestuft werden können, weil man trotz Vollzeitarbeit nicht davon leben kann.

Jan 14. August 2008 um 13:45  

Dumping (im Sinn von sittenwidrig niedrigen Löhnen) ist doch gesetzlich verboten, entweder sollte man dieses Gesetz abschaffen oder es durchsetzen, bevor man daran geht, neue Regulierungen einzuführen.

Aber zu dem hin- und hergerechne: Dass sich Preise erhöhen, wenn Löhne steigen, ist ja nun, vor allem bei so Sachen wie Frisör, eine echte Binsenweisheit. Es heißt aber auch, dass da sehr wohl Jobs verloren gingen, würden Mindestlöhne eingeführt denn derart drastische dürfte sich definitiv auf die Zahl zum Beispiel meiner Frisörbesuche auswirken.

Meinetwegen darf jeder Mindestlöhne fordern, nur sollte er aufhören zu behaupten, dass das keine Arbeitsplätze kostet. Das ist einfach Quatsch (und dass diese Berechnungen nicht völlig falsch sind, scheint ihr ja zu bestätigen).

Roger Beathacker 14. August 2008 um 13:51  

@ Jan

Wirf dazu evtl. mal einen Blick auf diesen bereits oben verlinkten Artikel oder auf die ebenfalls oben angegebene Quelle.

Jan 14. August 2008 um 14:08  

Und? Dein Apfelbeispiel ist doch schonmal Unfug. Selbstverständlich kauft man weniger Äpfel, wenn die teurer werden, zumindest ist das bei uns so und ich gehe doch mal stark davon aus, dass das bei jedem so ist. Spätestens, wenn Dinge so teuer werden, dass man sie sich gar nicht mehr leisten KANN wird man doch aufhören sie zu kaufen.

Und so ist es eben auch bei der Sache mit dem Frisör. Da geh ich halt nur noch halb so oft hin, wenns doppelt so teuer wird. Bin doch nicht bekloppt.

Roger Beathacker 14. August 2008 um 14:26  

Unfug? Das laesst sich dem Friseurbeispiel doch noch eher nachsagen.

Es gibt naemlich Leute, die nicht einmal dann zum Friseur gingen, wenn er umsonst arbeiten wuerde (wie z.B. meine Wenigkeit, die seit einigen Jahrzehnten keinen Friseursalon von innen gesehen hat).

Hingegen gibt es andere, die sich gar nicht leisten koennen, nicht regelmaessig einen Friseur aufzusuchen (auch dann nicht wenn der seine Preise verdoppelt), weil bei denen ein entsprechend frisiertes Haupt zu den Grundbedingungen ihrer (i.d.R. hoeheren) Einkommen zaehlt. Die einzigen die (vielleicht) in dieser Hinsicht kuerzer treten wuerden, sind mithin diejenigen, die sich ab und an einen Friseurbsuch zum "Vergnuegen" leisten - na und?

Jan 14. August 2008 um 14:37  

Ich gehöre aber in keine dieser Gruppen und mein Konsumverhalten hängt ziemlich direkt mit den Preisen für gewisse Dinge zusammen. Und wenn ich mir meinen Bekanntenkreis so ansehe, dann bin ich da auch nicht die große Ausnahme.

Aber ich interpretiere deine Antwort mal als Zustimmung: Höhere Preise führen zu weniger Konsum und damit jedenfalls bei Dienstleistungen ziemlich direkt zu Arbeitsplatzabbau. Das hab ich ja nur mal klarstellen wollen, weils von Mindestlohnfans ja gerne bestritten wird.

Roger Beathacker 14. August 2008 um 15:26  

Du vergisst: dass andererseits hoehere Loehne mehr Konsum ermoeglichen.

Das Unsinn, den Herr Sinn verzapft liegt u.a. darin begruendet, dass er behauptet, es waere billiger fuer den Staat niedrige Einkuenfte zu bezuschussen und behauptet, dass ohne diese Zuschuesse eben Arbeitsstellen wegfallen muessten.

Damit der Staat das aber machen kann, muss er nach Lage der Dinge, sich weiter verschulden (oder die Steuern erhoehen - also an anderer Stelle Kaufkraft abschoepfen) und bei wem nimmt er die Kohle fuer die Lohnsubventionen auf? Bei denen, die hinreichend Ueberschuesse einsacken koennen (die auch ihre subventionierten Knechte fuer sie erwirtschaftet haben).

Ich weiss nicht ob Staatsanleihen steuerbeguenstigt sind - es wuerde mich aber nicht wundern wenn sie es waeren.

Jedenfalls sind Lohnsubventionen in letzter Konsequenz immer Betriebsubventionen. Und wenn ein Unternehmer so sehr am Hungertuch nagt, dass er sich kein anstaendig bezahltes Personal leisten kann oder will, dann soll er doch fuer sich selbst beim Staat um Hilfe betteln und nicht noch den "Arbeitsplaetze schaffenden" Samariter raushaengen.

Jan 14. August 2008 um 19:06  

Ich bin etwas außer Stande zu beurteilen, ob Professor Sinn Unsinn redet. Für mich ist das wesentliche Argument gegen Mindestlöhne ohnehin die damit verbundene wegfallende Vertragsfreiheit und nicht ob was billiger oder teurer ist. Darauf kommt es in der Politik ja eh nicht so richtig an, wie es scheint.

Höhere Löhne fördern Konsum nur dann, wenn sie gezahlt werden. Klingt grässlich abgedroschen, aber so ist das nunmal. Vielleicht gleichen sich beide Wirkungen sogar mehr oder weniger aus, ich glaube das nicht aber beweisen lässt sich weder das eine, noch das andere wirklich sicher. Das sind mir zu wacklige Füße für so einen schwerwiegenden Eingriff in die Freiheit der Leute (denn dass betrifft ja auch die Menschen, die womöglich gerne für weniger arbeiten würden, wenn sie es denn nur dürften).

Dessenungeachtet halte ich aber auch wenig davon, in Unternehmern, Arbeitgebern oder sonstwem per se einen Wohltätigen Menschen zu sehen, nur weil er tut, was er halt tut. Die Politik fällt da viel zu gerne drauf rein, schmeißt einer Holzmann das Geld nur so zu, während sie mit ihrer Politik tausende andere Unternehmen in die Pleite treibt. Redlich ist das sicher nicht.

Franktireur 15. August 2008 um 14:17  

Hey Jan. Sag mal: Gefällts dir eigentlich, daß du als Steuerzahler all die Firmen subventionieren muß, die ihren Mitarbeitern so niedrige Löhne zahlen, daß die aufstocken müssen (vom Staat subventioniert? Also von deinen Steuergeldern?).
Denk doch mal nach...

Jan 16. August 2008 um 00:40  

Warum sollte es? Nur gibts halt nicht allzuviele Alternativen dazu.

Davon abgesehen: Was in diesem Land so alles subventioniert wird ist eh jenseits jeder Vernunft. Armen Menschen über die Runden zu helfen scheint mir da nun wirklich nicht der ultimative Sündenfall zu sein.

Roger Beathacker 16. August 2008 um 01:21  

"Für mich ist das wesentliche Argument gegen Mindestlöhne ohnehin die damit verbundene wegfallende Vertragsfreiheit und nicht ob was billiger oder teurer ist."

"Vertragsfreiheit", Freier Markt", "Freifahrtschein", oder "Freibier" - mit freien Menschen hat das bestenfalls am Rande zu tun. Wer von "Vertragsfreiheit" spricht, wo der Vertrag fuer eine Seite die Einwilligung in ein Zwangsverhaeltnis bedeutet, hat m.E. nicht begriffen, was Freiheit ueberhaupt ist. Jedes Machtverhaeltnis ist eine Freiheitsverletzung - auch dann, wenn dieses Machtverhaeltnis vertraglich sanktioniert wird. Man kann solche Verhaeltnisse ja durchaus befuerworten oder fuer unvermeidlich halten - okay, aber dann sollte man sie wenigstens als das bezeichnen was sie sind.

"Vertragsfreiheit" gilt formell vermutlich auch fuer den Abschluss einer sog. "Wiedereingliederungsvereinbarung" zwischen einem Arbeitslosen und seinem zustaendigen JOB-Center. - Falls das die Freiheit sein sollte, die "Liberale" schaetzen - auf die ist geschissen, schon, weil so die hohle Form wenigstens irgendeinen Inhalt bekaeme.

"Das sind mir zu wacklige Füße für so einen schwerwiegenden Eingriff in die Freiheit der Leute (denn dass betrifft ja auch die Menschen, die womöglich gerne für weniger arbeiten würden, wenn sie es denn nur dürften)."

Ist das nun Zynismus oder Naivitaet?

Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Menschen am liebsten sogar noch Geld mit zur Arbeit bringen wuerden - wenn sie's denn haetten.

Diejenigen, die sich in Deinen Augen "frei" fuer ein niedrigeres Einkommen entscheiden wuerden, wuerden das eben nur genau deshalb tun (muessen!), weil sie nicht "frei" sind und eben nicht beliebige, mithin: "freie" Entscheidungen treffen koennen.

Jan 16. August 2008 um 02:46  

Es betrifft aber nunmal nicht irgendwelche abstrakten "anderen Menschen", sondern auch mich selbst und ich möchte nicht, dass mir irgendwer reinredet, wieviel ich verdiene oder auch nicht.

Deine Angst vor gewissen Machtverhältnissen kann ich aber insofern nachvollziehen, als dass es in der Tat nicht ganz einfach ist, in diesem Land etwas anderes zu sein als per komplett durchgeregelten Arbeitsvertrag gebundener Untertan irgendwelcher Unternehmen zu sein. Die bürokratischen Hürden zur Selbständigkeit sind so hoch, dass viel zu wenige diesen Schritt gehen.

Ich möchte nicht irgendwann ohne Job dastehen, nur weil ich das Pech habe, dass mir irgendwer einen so hohen Lohn verordnet hat, dass er nicht bezahlbar ist. Mein Lohn ist meine Sache.

Roger Beathacker 16. August 2008 um 03:30  

"ich möchte nicht, dass mir irgendwer reinredet, wieviel ich verdiene oder auch nicht"

Ausser Dein (zukuenftigen?) Chef natuerlich, dessen Wort bei dieser Entscheidung, erheblich mehr Gewicht haben duerfte, als Deine Wuensche ..

"Mein Lohn ist meine Sache."

Eben nicht. Deine Sache ist lediglich, mit was Du Dich abspeisen laesst. (siehe oben).

Ausserdem: Bist Du wirklich fest entschlossen fuer weniger als 7,50 zu arbeiten und hast Du tatsaechlich Angst keinen Job zu finden, wenn Du mehr verlangst?

Armes Deutschland ...

Jan 16. August 2008 um 05:32  

Na, wer Mindestlohn fordert, der will doch gerade vermeiden, dass ich einen bestimmten Betrag selbst verlangen kann, sondern meine Vorstellungen durch irgendwelche Normen ersetzen.

Im Augenblick liegt mein Lohn sogar deutlich darunter, was aber psychologisch ausgezeichnet auf meinen Ehrgeiz wirkt. Daher: Ja logisch bin ich bereit für weniger als 7,50 zu arbeiten. Und statt zu jammern seh ich halt zu, dass das mehr wird.

Kein Chef kann mich daran hindern, zu kündigen und mir entweder einen anderen Job zu suchen oder mich selbständig zu machen. Von daher ist er so mächtig nun auch wieder nicht.

henteaser 16. August 2008 um 14:29  

"Kein Chef kann mich daran hindern, zu kündigen und mir entweder einen anderen Job zu suchen oder mich selbständig zu machen. Von daher ist er so mächtig nun auch wieder nicht."

Dumm nur, dass viele Menschen sich eigenverantwortlich verschulden und dann "Mitte" sind, weil sie nirgendwo anders hinkönnen.

Sie kleben an ihrem Job, weil sie Verpflichtungen gegenüber ihrer Familie oder ihren Schuldnern haben und reden sich diesen Lebenslauf schön.

Bzw. treten nach unten: Wer nicht (so hart wie sie) arbeiten will - wer statt Lohnnebenkosten zu verteufeln lieber in der sozialen Hängematte liegen möchte - ist ein Sozialschmarotzer.

Mein liebstes Nullargument gegen anständige Bezahlung lautet übrigens: "Wenn jeder einfach so Geld / Mindestlohn bekäme, würden die meisten nichts mehr machen."

Diese Ansicht ist ziemlich verbreitet. Woran das wohl liegt? Vielleicht ja daran, dass auch die Neinsager am liebsten 'nichts Sinnvolles' machen würden?

Nur: Wenn jedermannfrau es genauso täte... wo kämen wir denn da hin? Womöglich müsste man dann auch wieder selbst kochen, weil den Fastfoodketten und Billiglohndiscountern die Arbeitnehmer wegrennen würden, sobald der Lohn das Einkommen nurmehr aufstockt.

henteaser 16. August 2008 um 14:47  

@Jan: "Für mich ist das wesentliche Argument gegen Mindestlöhne ohnehin die damit verbundene wegfallende Vertragsfreiheit und nicht ob was billiger oder teurer ist."

Laut Wikipedia besteht diese V. aus "Abschlussfreiheit, Partnerwahlfreiheit, Inhaltsfreiheit, Formfreiheit und Aufhebungsfreiheit."

Das ist in der Theorie schön und gut, aber...

Abschlussfreiheit:
Ich MUSS Geld verdienen. Lehne ich Jobangebote ab, wird mein ALG gekürzt/gestrichen.

Partnerwahlfreiheit:
Ob nun auf Arbeit oder in der Freizeit - moralische Entscheidungen stehen mir, dem deutschen Normalbürger, nur in geringem Maße zu.

Wie gern würde ich Discounter boykottieren, wenn ich doch nur genug Geld und Zeit hätte, um stets direkt bei den Erzeugern einzukaufen.

Wie gern würde ich einen ethisch vertretbaren Arbeitgeber wählen, der noch dazu so gut zahlt. Wo gehe ich da hin? Zu Siemens, Nokia, Daimler, Vattenfall, Telekom? Oder zum kleinen Bäcker, der mit Billigstzutaten backt, weil er sonst vom Markt flöge.

Inhaltsfreiheit / Formfreiheit:
Du sprichst dich dafür aus, dass Arbeitgeber und -nehmer sich auf eine Entlohnung einigen dürfen, die lächerlich ist? Dafür, dass die Arbeitnehmer freiwillig so wenig verdienen, dass sie vom Staat (also uns allen) unterstützt werden müssen?

Aufhebungsfreiheit:
Auch gut in der Theorie. Ob jemand, der einen scheinbar sicheren, wenngleich dumpfen Job hat, ihn einfach so hinwirft?

In jungen Jahren geht das vielleicht glatt, so eine Neuorientierung. Aber je Alter, desto Statusangst. Also lieber kuschen, weiter schuften und nicht vergessen, auf Obdachlose, Studenten und Migranten zu schimpfen.

Jan 16. August 2008 um 16:02  

Das sind natürlich Dinge, die man sich überlegen muss bevor man sich verschuldet oder ne Familie gründet - für mich kein Argument, dass irgendwie mit pro oder contra Mindestlohn zusammenhängt.

Für den Durchschnittsdeutschen sind an der eigenen Lage immer die anderen Schuld. Wechselweise schimpft man "nach oben" oder "nach unten". Gewöhnt man sich dran, muss man sich aber nicht dran beteiligen.

Ich glaube nicht, dass ein Mindestlohn dazu führt, dass Menschen, denen man ihn zahlt nichts mehr machen. Dafür wird man jawohl dann auch noch gefeuert werden können, oder?

Als Neinsager kann ich dir jedenfalls beipflichten: Selbstverständlich hätte ich nichts dagegen, bezahlt zu werden für was immer ich grade mache, ohne irgendwelche Verpflichtungen zu haben. Wer denn nicht?

Jan 16. August 2008 um 16:35  

Logisch muss man Geld verdienen, das ist ja nun schon seit Adam und Eva so, nur dass die noch nichtmal ALG hatten.

Wenn die Zahl der Jobs durch Mindestlöhne geringer wird, erhöht sich natürlich irgendwo auch die Chance, dass man länger ALG bekommen kann, ohne von Arbeit belästigt zu werden, nur: Hat man dann wirklich mehr Geld in der Tasche? (Teilweise ja, weiß ich auch - aber andere Baustelle).

"Du sprichst dich dafür aus, dass Arbeitgeber und -nehmer sich auf eine Entlohnung einigen dürfen, die lächerlich ist? Dafür, dass die Arbeitnehmer freiwillig so wenig verdienen, dass sie vom Staat (also uns allen) unterstützt werden müssen?"

Im Grunde genommen schon, nur gibt es da immer noch diese Geschichte mit den "sittenwidrigen Löhnen", die ja an sich genau deswegen mal eingeführt worden ist.

Roger Beathacker 16. August 2008 um 17:23  

Besonders bibelfest scheinst Du ja nicht zu sein.

Wer war denn bitte der Bankier im Garten Eden - die Schlange?

:-D

Jan 16. August 2008 um 17:35  

Woher sollte bei mir auch Bibelfestigkeit kommen, ich hab mich nur deswegen konfirmieren lassen, weils dafür Geschenke gab...(so wie jeder andere auch halt)

Allerdings meinte ich den Teil nach dem Paradies und nach der Schlange, vorher mussten die beiden in der Geschichte ja gerade nicht arbeiten.

Roger Beathacker 16. August 2008 um 17:41  

"Allerdings meinte ich den Teil nach dem Paradies und nach der Schlange, vorher mussten die beiden in der Geschichte ja gerade nicht arbeiten."

Ja - daran hab' ich auch gedacht. Aber auch danach war von Geld lange Zeit keine Rede.

Es heisst bloss:

""verflucht sey der acker vmb deinen willen / mit kummer soltu dich drauff neeren dein leben lang / dorn und disteln sol er dir tragen / vnd solt das kraut auf dem felde essen / im schweis deines angesichts soltu dein brod essen / bis das du widder zu erden werdest / davon du genomen bist / Denn du bist erden vnd solt zu erden werden."
Biblia 1983 1 Mose III

Jan 16. August 2008 um 18:06  

Meine Güte, was für ein anstrengendes Kauderwelsch ist das. Kein Wunder, dass die Leute Kirchen meiden.

rob,  20. August 2008 um 12:56  

@Jan: Es geht in der Bibel nicht darum [i]Geld zu verdienen[/i] sondern darum, seinen Lebensunterhalt zu sichern (ich nehme statt der Schönen Lutherüersetzung mal die leichter zu verstehende Einheitsübersetzung: [i]"Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. / Unter Mühsal wirst du von ihm essen / alle Tage deines Lebens."[Gen 3, 17][/i]). Von Geld verdienen oder Lohnarbeit ist hier nirgendwo die Rede. Man sollte das schon immer existierende natürliche Bedürfnis, sich einen angemessenen Lebensunterhalt zu sichern, nicht mit dem modernen Arbeitsverhältnis gleichsetzen. Ein abhängig angestellter (und die meisten Selbstständigen auch) arbeitet eben nicht [i]nur[/i] für sich selbst, sondern ist stets auch dazu gezwungen für einen anderen (seinen Arbeitgeber) mitzuarbeiten. Würde sein Arbeitgeber keinen Nutzen aus seiner Arbeit ziehen, würde er ihn schließlich nicht einstellen. Der Angestellte arbeitet also mehr als er eigentlich müsste. Da die Produktionsmittel die er braucht um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, nicht in seinem Besitz sind, ist er schließlich dazu gezwungen. Deswegen kann von einer Vertrags[i]freiheit[/i] schon einmal gar nicht die Rede sein, da grundsätzlich der Zwang besteht, bei anderen zu arbeiten. Ein angemessener Mindestlohn wäre daher meines Erachtens weniger ein Eingriff in die Vertragsfreiheit als eine grundlegende Absicherung des zur Arbeit Gezwungenen.

rob,  20. August 2008 um 12:58  

wäre übrigens nett, wenn mir jemand erklärt wie man hier kursiv schreibt :D

Roger Beathacker 20. August 2008 um 13:40  

@ Rob,
Du musst einfach HTML statt BB Code verwenden, also: < > statt [ ] ..

;-)

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