Freitag, 13. Februar 2009

Verlegenheitsminister Karl-Theodor zu Guttenberg: Adel verpflichtet!

Adel verpflichtet, ist traditionsbewusst und fühlt sich ergo vor allem der Tradition verpflichtet. Daran möchte sein Standesgenosse (darf man Adelige überhaupt als "Genosse" bezeichnen?) Mainhardt Graf Nayhauss, seines Zeichens Kolumnist bei der Edelpostille BILD, unseren frischgebackenen von und zu Wirtschaftsminister und Nachfolger des unseligen auf und davon Glos offenbar eindringlich erinnert wissen und so enthüllt diese Perle des Journalismus uns und der Welt heute - als die Nr. 1 unter seinen "Top10 der Woche" rangierend - dessen "bestgehütete[s] Geheimnis":

1. Das bestgehütete Geheimnis

...des neuen Wirtschaftsministers: Im Hof des Guttenbergischen Schlosses in Franken steht eine Kanone aus dem preußisch-österreichischen Krieg 1866. Der Urgroßvater brachte sie noch 1919 gegen sächsische Kommunisten in Stellung.

Dazu fällt mir nun echt nichts mehr ein - außer vielleicht:

Völker höret die Signale!





P.S. Anscheinend fühlt sich das ganze Blatt am heutigen Tage der Tradition und/oder der "guten alten Zeit" verpflichtet. An anderer Stelle outet sich Franz Josef Wagner endgültig als Kreatur Kreationist und hofft auf Gott und ein ewiges Leben.

Gott bewahre!

;-)

4 Kommentare:

Roberto J. De Lapuente 13. Februar 2009 um 07:10  

Wagners Flatulenzen sind besorgniserregend. Und bezeichnend ist auch jener Satz:

"Darwin sagt, dass nur die Fähigsten die Auslese überleben. Gott sagt, dass alle überleben. Ich hoffe mehr auf Gott."

Damit hat Wagner dargelegt, dass er sich nie mit der Evolutionstheorie Darwins auseinandergesetzt hat. Darwin spricht vom Angepaßtsein, zudem davon, dass sich dieses Überleben des am besten Angepaßten in begrenzten Gebieten, regionalen Zuständen also, abspielt. Was Wagner hier zur Sprache bringt ist die ewige Wurzel dessen, was später im Sozialdarwinismus zur vollsten Perversion heranreifte. Aber so gesehen paßt das genau zu Wagner, der im Sozialdarwinismus immer schon ein Repertoire seiner Geschmacklosigkeiten fand.

Anonym,  13. Februar 2009 um 09:59  

Moin!Da sollten sich die Herren Gysi und Lafontaine
besser tief eingraben,falls der Herr Minister das urgroßväterliche Antikomministengewumms wieder in Stellung bringt.

Sachen gibt's...

Grüße Hagnum

klaus baum 13. Februar 2009 um 12:54  

Ich habe mich von der Seite des Grafen von BILD zu einer anderen Seite geklickt, auf der über den Tod der St.-Pauli-Prostituierten Domenica berichtet wird:
>>Sogar der Hochadel zog an ihrem Fenster in der Hamburger Herbertstraße vorbei. „Das tollste Bild war“, erinnert sie sich, „als 50 Herren durch die Herbertstraße gehen – angeführt von Johannes von Thurn und Taxis, Enno von Preußen und Hohenzollern und Bismarck und Flick.“<<

carluv 15. Februar 2009 um 15:27  

HJW im Himmel - die Vorstellung macht die Hölle sympathisch.

www.flickr.com


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