Donnerstag, 16. Oktober 2008

"Ein schlechtbezahlter Job ist besser als gar kein Job"

Gerade bei Illner:

Hans Werner (Un-)Sinn lobt die Agenda 2010 als "Kulturrevolution auf dem Arbeitsmarkt."

Schröder habe "das Rad der Geschichte gedreht" und durch Hartz IV die Leute dazu gebracht, auch "schlechtbezahlte Jobs anzunehmen". Durch die "massiven Aufstockungen" kämen auch Geringstverdiener "weit über das Hartz IV Niveau hinaus".

Seine Lieblingsformel, die hier als Titelzeile fungiert, streute er bei der Gelegenheit selbstverständlich auch mal wieder unters Fernsehvolk:
"Ein schlechtbezahlter Job ist besser als gar kein Job."
Ich hoffe, es findet sich bald jemand, der ihm einen unschlagbar schlecht bezahlten Job anbietet, damit er seine pseudowissenschaftlichen Thesen endlich auch einmal empirisch überprüfen kann.

Ach ja - fast vergessen: Ich hab' dann mal abgeschaltet.


7 Kommentare:

Anonym,  16. Oktober 2008 um 23:24  

Hallo Roger Beathacker,

ich bin mal gespannt auf deine komplette Analyse der Sendung von Maybrit Illner - der Freundin von Telekom-Chef René Obermann. Ich fand die heutige Sendung nicht nur wegen dem offensichtlich unbelehrbaren Prof. (Un-)Sinn megapeinlich. Auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU), der hoffentlich bald von Oskar Lafontaine (Die Linke) abgelöst wird outete sich als neoliberaler Apparatschik - er wollte doch den Chef des Gesamtbetriebsrats Opel glatt darüber belehren, dass es unverschämt wäre nun zu behaupten, dass der Staat mal kurz aus der Portokasse 500 Milliarden Euro finanziert für die Banken, während Hartz IV-Empfänger für jeden Cent betteln müssen, und dann noch nicht sicher sind ob die das Geld erhalten. Die Werbung für die Leiharbeitsbranche war übrigens eine Frechheit von Frau Illner (hat die Telekom eigentlich auch Leiharbeitssklaven?), und die Frau Inge Kloepfer - Springer-Biografin, und Autorin eines hochaktuellen Buches mit dem Titel "Aufstand der Unterschicht", dass gegen Sozialleistugen polemisiert und den Ausweg in Bildung sieht, war auch nur peinlich.

Ich hoffe, dass die Strategie der Sendung noch mehr aufgefallen ist.

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

PS: Die Tagesthemen im ARD berichteten übrigens kurz vorher vom zunehmenden Hunger auf der Welt der durch die Finanzkrise verursacht wird, wollte aber nicht über Bankenrettungspläne reden und über die davon verursachten Kollateralschäden in den Industriestaaten sowieso nicht, d.h. man wollte Arme in den Dritt- und Vierweltstaaten gegen Arme in den Industriestaaten ausspielen. Wetten wir demnächst heißt es von den Neoliberalen: "Was du hast kein Geld zum Leben, weil wir es verzockt haben. Na dann schau mal nach Afrika, denen geht es dank uns noch viel schlechter als dir." Das beides im Ergebnis den selben (zockenden) Verursacher hat wird natürlich tunlichst verschwiegen, denn die Armen könnten dann ja weltweit....aber soweit will ich jetzt nicht denken.

Anonym,  17. Oktober 2008 um 00:21  

Noch was Roger Beathacker,

du hast zu früh abgeschaltet, die anderen Peinlichkeiten waren auch sehenswert - insbesondere Werner Müller (CDU) ist gemeint....

Ich geb aber zu, ich habe mir die Sendung auch nicht komplett angetan, da ich den Stil von Frau Illner ja mittlerweile - dank Nachdenkseiten kennengelernt hatte...

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

carluv 17. Oktober 2008 um 10:37  

Hat er gesagt, in welche Richtung er das Rad gedreht hat?
In Sachsen gibt es übrigens eine schöne Redewendung: "Der dreht am Rad." Hochdeutsch: Der spinnt.

aebby 17. Oktober 2008 um 11:27  

etwas echte Empirie würde manch einem vielleicht die Augen öffnen oder hernach sauer aufstoßen ... allein ich befürchte sie werden sich erfolgreich vor der Empirie drücken

Markus,  18. Oktober 2008 um 00:36  

Wie wäre es eigentlich mit dem Motto:
"Schlechtbezahlte Jobs sind keine Jobs, sondern Betrug"? Und zwar an den Betroffenen ganz unmittelbar, aber auch an der Gesellschaft im ganzen, die unter der Niedriglohnpolitik zu leiden hat durch mangelnde Massenkaufkraft und Druck auf das Lohngefüge insgesamt.

Aber in der Sendung der stets grinsenden Illner wird ja meist nur Unsinn geredet.

Kurt aka Roger Beathacker 18. Oktober 2008 um 00:59  

Irgendwo in den Tiefen des Internet habe ich heute folgendes ergoogelt:

Job-> Ethymologisch ungeklärt-> weder Beruf, noch Arbeit, eher Gelegenheit

Und man weiss ja:

"Gelegenheit macht Diebe."

;-)

SD6,  18. Oktober 2008 um 04:02  

Laut HaWe Sinn sind jetzt alle(!) Blasen geplatzt.
Desweiteren ist Sinn der Ansicht das Merkelchens Eigenkapitalspritzen von den Banken nicht angenommen werden weil unsere Management-Elite so verkommen ist das die NIEMALS eine Gehaltsbeschneidung auf lumpige 500k Euro/M akzeptieren und lieber die ganze Wirtschaft absaufen lassen als auf Teile ihres Gehalts zu verzichten.

Aber an Menschenverachtung harmlos gegenüber dem was Hundt da von sich gab.

Wo ist die RAF wenn man sie braucht...

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