Dienstag, 14. Oktober 2008

Wege aus der Krise

Der Staat garantiert mit Geld, das er nicht hat, dafür, dass Geld, das die Banken nicht mehr haben, da ist, wenn die Bankkunden ihre Spareinlagen abheben wollen.

Das gilt natürlich nur für den Fall, dass die Kunden durch diese "Garantie" hinreichend darüber beruhigt werden können, dass sie genau dann nichts verlieren werden, wenn sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf die Herausgabe dessen, was sie zu haben meinen, verzichten.

So findet sich die psychologische Lösung der konkreten Krise: wenn man nur fest daran glaubt, dass alles gut wird, dann ist auch alles gut - solange der Glaube fest ist.

Inzwischen hofft man vermutlich, dass dergestalt hinreichend Zeit gewonnen werden kann, in der sich genug Deppen finden, die sich - sei es durch die Banken oder sei es durch den Staat - weiter ausplündern lassen; so dass am Ende das Geld, das gegenwärtig nicht mehr - und/oder noch nicht - vorhanden ist, sich schließlich "wieder" angesammelt haben wird.

Freiherr von Münchhausen lässt grüßen.

Nachbemerkung: Das Ganze erinnert nicht allein an die Geschichte, in der der Lügenbaron sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht, sondern vielmehr an diese im Verein mit jener, in der er sein in der Mitte geteiltes Pferd zur Tränke führt. Man darf sich das also in etwa so vorstellen: Der Baron (Regierung) zieht sich mitsamt seinem halben Gaul (Finanzwirtschaft) gerade soweit aus dem Sumpf, dass das Vieh mit dem Maul ans Wasser (Bevölkerung) kommt und pausenlos weitersaufen kann.


Nachtrag: (14.10.2008 ca. 17:30h)
Siehe auch: Betrug im Rettungspaket (Duckhome)

9 Kommentare:

epikur 14. Oktober 2008 um 12:20  

Knappe [url=http://www.sueddeutsche.de/politik/994/313897/text/]500 Milliarden Euro[/url] werden ausgegeben, um die Banken zu "retten". Für was? Für wen? Warum eigentlich? Und vor allem: wer darf am Ende die Zeche bezahlen und dafür bluten?

Ich rate mal: die Banken werdens nicht sein.

epikur 14. Oktober 2008 um 12:29  

Falsche Verlinkung genommen....maah. bitte verbessern u diesen beitrag hier löschen. danke ;-)

Roberto J. De Lapuente 14. Oktober 2008 um 13:07  

Wege aus der Krise? Auch der hier hat sich seine Gedanken dazu gemacht bzw. was er für Gedanken hält.

carluv 14. Oktober 2008 um 13:08  

Credit heißt ja nicht umsonst: Man glaubt.
Und umsonst gibt es ihn auch nicht.

Anonym,  14. Oktober 2008 um 14:19  

Tja, wie hieß es bei mir früher im Rechtskunde-Unterricht - nur nicht bürgen, der Bürge zahlt immer drauf.

Toll, und wer sagt, dass es beim Staat (allen Steuerzahlern, auch den Toten und Arbeitslosen - kein Witz, die wollten sogar von meinem toten Vater Steuern eintreiben, die Finanz-Geier bzw. was die Arbeitslosen betrifft, die zahlen nur eine Steuer nicht, die anderen hingegen schon. Oder konsumieren die etwas nicht - MWST? - holt) anders sein soll?

Gruß
Nachdenkseiten-Leser

Strichcode,  14. Oktober 2008 um 19:01  

Dabei kann es immer nur mehr Kreditschulden durch Zins geben. Es wird ja nicht weniger. Es wird immer mehr. Wie war das noch mit der Exponentialfunktion?

Money as debt bei Google Video

Markus,  15. Oktober 2008 um 22:08  

"Wege aus der Krise" weist http://www.jjahnke.net/index.html
Informationsportal Globalisierung - Standort Deutschland - Neoliberalismus - Falsche Rezepte, Joachim Jahnke

chriwi,  10. Dezember 2008 um 09:38  

Noch schöner ist ja, dass der Staat sich Geld leihen muss wenn er bürgt. Wo leiht er? Bei den Banken für die er bürgt. Ist ein schlechtes Geschäft, denn er nimmt einen Kredit auf, um seine Bürgschaft zu zahlen. Gleichzeitig zahlt er dann Zinsen an die Banken für die er bezahlt hat.

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