Sonntag, 25. Mai 2008

European Song Contest ...

... heisst das so? Falls nicht ist's auch egal. Eigentlich habe ich damit ja nix am Hut, die Glotze blieb aus und ich ging in den Chat. Und irgendwann kam dann (unvermeidlich?) doch das Gespraech drauf: "Jetzt werden die Punkte vergeben!" Aha ..

Ich wettete, dass Deutschland sicher 8 - 12 Punkte bekommen wuerde - insgesamt versteht sich - und warf die TV-Karte im PC an, um mir dieses Debakel nicht entgehen zu lassen. Die Wette wurde zum Glueck nicht angenommen, denn am Ende gab es dann ja doch 14 Punkte fuer diese merkwuerdige Singegruppe aus der Retorte. Damit haette ich verloren.

Naja - genau genommen gab es ja nur 2 Punkte - die aus der Schweiz, denn die 12 Punkte aus Bulgarien haben sich die Bulgaren ja eher selbst gegeben; auf Umwegen, wenn man so will. Okay - ziehen wir die also ab. Aber mit 2 Punkten haette ich die Wette auch verloren - gut also, dass sie nicht angenommen wurde.

Tja und was nun? Wird es Konsequenzen geben? Wird man den "Qualifikations"-Modus im naechsten Jahr mal wieder aendern?

Mein Vorschlag waere: gar keine Vorausscheidung zu veranstalten und stattdessen unverzueglich damit zu beginnen eine ordentliche, 31 Mann starke Big-Band nebst 12 koepfiger Singegruppe zusammenzustellen und dabei darauf zu achten, dass jedes Mitglied aus einem anderen der teilnehmenden Laender kommt und sich dort bereits einiger Beliebtheit erfreut. Waere doch gelacht, wenn "wir" dann nicht endlich mal wieder Jodeleuropameister (oder wie immer der Titel auch lauten mag) werden wuerden.

Schoenen Sonntag noch.

;-)

6 Kommentare:

Anonym,  25. Mai 2008 um 01:18  

Na mit der Prognose Platz 23 lag ich ja mal absolut richtig..Freunde zu haben lohnt immer wie sich mal wieder zeigt besonders in Osteuropa. Bulgarien 12 Points plus 2 x Points aus der Schweiz lässt doch keine Zweifel aufkommen über die Qualität „deutscher” Produkte. In der Diskussion um größer werdende Unterschiede zwischen Arm und Reich in Deutschland forderte so mancher etwas mehr Mäßigung damit Friede gewahrt wird. Der Trend geht klar in Richtung armes Deutschland.

Roberto J. De Lapuente 25. Mai 2008 um 21:17  

Wenn wir in einen Topf alle 25 Lieder werfen und in einen anderen die Namen der 25 teilnehmenden Länder und unverzüglich damit beginnen, jeweils ein Land mit einem Lied zusammenzulosen, dann kommt in jedem aller möglichen Fälle heraus, dass kein Mensch merken würde, dass Lied und Land eigentlich nicht zusammengehören. Warum? Weil das "deutsche" Lied genauso gut der aserbaidschanische Beitrag hätte sein können. Von daher ist die Diskussion über "deutsche Produkte" hinfällig, denn es ist alles wie aus einem Guß. So gesehen ist es einerlei, ob am Ende Rußland gewinnt oder Deutschland. Der Einheitsbrei ist nämlich von vorne bis hinten frisch produzierter Kuhmist. Und man braucht geradewegs so eine Veranstaltung, um diesen Mist überhaupt vortragen zu können, denn anderswo würde dies niemand hören wollen.

Die Erklärungen von Peter Urban - der Moderator, der seit Ewigkeiten den ESC kommentiert - sind bezeichnend. Sinngemäß: Es ist ja klar, dass Israel Rußland zwölf Punkte gibt, denn da leben ja viele Menschen, die einst in Rußland lebten. Aha! Das heißt ja übersetzt: Es juckt die Leute nicht, ob die Melodei schön, der Gesangesbarde wohlklingend ist; es interessiert sie nur die Nationalität und ob wundervollst geträllert oder einfach nur gefurzt wird ist belanglos. Die Punkte stehen von Anfang an fest, weil man national wählt...

Wirft das nicht die Frage auf, ob man zukünftig wieder eine Jury urteilen lassen soll? Vielleicht eine, die nicht abhängig von der Musikindustrie ist? Demokratie oder Diktat?

Übrigens: Bei BILD-Online feiern sich diese seltsamen Mädchen, die gestern für Deutschland gesungen haben, selbst. Angriff ist eben die beste Verteidigung. Und nebenher schimpft man auf die Nationalmafia, die sich gegenseitig die Punkte hinwirft. So kann man auch von einem unterirdischen Auftritt ablenken, der programmiert war, bei flachen Stimmchen und noch flacheren Liedchen, das wie Kindergeplärre daherkam. Und die Mafiapunkte aus Bulgarien, motiviert aus einem nationalen Zusammenhang, werden bei BILD natürlich nicht erwähnt. Die nimmt man doch gerne mit.

Anonym,  25. Mai 2008 um 23:43  

Ja klar feiern die Mädels sich selbst,weil ja die Show oder besser die Präsentation(nach eigener Einschätzung) total toll war.
Meiner Meinung nach (aus Musikerohrensicht)haben die Girls einfach mal zu 2 Dritteln falsch gesungen. Zu tief rumgegründelt und die Stimmchen zu dünn. Da bringen dann auch die kurzen Kleidchen und die im Winde flatternden Seidentüchlein nix. Was meiner Meinung nach nicht so super war, dass das gute Gesangesstück schon(angeblich)seit einiger Zeit voll Platz Blahu in der Hitparade war.
Ich fand Dänemark,Spanien und Frankreich und sogar Norwegen ganz toll. Der Sieger Russland ist mir innerhalb der Show mit Stradivari und Schlittschuhläufer einfach too much.Es geht meiner Meinung nach an dem was dieser Wettbewerb eigentlich mal sein sollte vorbei.
Schade das nix Neues aus Germany ne Chance hat. Altbacken,Strohtrocken und steif, oder besser spießig wie Deutschland sich eben gerne
präsentiert.
Schade!

Roberto J. De Lapuente 26. Mai 2008 um 08:02  

Da schließe ich mich gerne an. Auch ich fand die Beiträge der aufgezählten Länder angenehm. Wenngleich Spanien eher lustig als qualitativ hochwertig war. Aber es reicht zum Ohrwurm. Portugal hätte ich noch in die Riege der besten Beiträge aufgenommen. "Senhora do mar" erinnert an Fado und ist eigentlich das, was einst einen Siegertitel ausmachte.

Ich könnte heute den Siegertitel aus Rußland hören und wüßte nicht, dass es das Lied ist. Es klingt, wie Tausende Lieder eben klingen - nichtssagend und langweilig. Wenn jemand einen Fiedler braucht, um von qualitativen Mängeln abzulenken, und nach einer Weile sogar einen Schlittschuhablenker, dann ist eigentlich alles dazu gesagt.

Und es ist gleichgültig, ob Deutschland eine Gute-Laune-Band wie "Texas Lightning" oder den hervorragenden Swinger Cicero hinschickt oder eben einen Retortengruppe, die blaß aussieht, sich steif bewegt und breiige Stimmchen aufzubieten hat. Tendenziell bewegt sich das Abschneiden immer zwischen Platz 17 und 25.

Roger Beathacker 26. Mai 2008 um 12:11  

Naja - ich habe den eigentlichen "Wettbewerb" wie bereits erwaehnt, ja ohnehin nicht gesehen, so dass ich ueber etwa doch vorhandene Qualitaetsunterschiede nichts sagen kann. Fest steht fuer mich: ein Land, das sich nicht traut, seltene, aber durchaus vorhandene Kleinodien, wie z.B. Knorkator in den Ring zu schicken, hat wirklich nichts besseres als den letzten Platz verdient. Aber eine Nominierung dieser Gueteklasse waere fuer manche Holzkoepfe, die das Scheitern "unserer" Singegruppe schon jetzt nicht etwa auf mangelnde Qualitaet, sondern auf (heimliche?) "Absprachen" unter (Ex-)Kommunisten zurueckfuehren, vermutlich erst recht - der dann wohl endgueltige - Untergang des Abendlandes.

;-)

Roberto J. De Lapuente 26. Mai 2008 um 18:46  

Gerade bei BILDblog gefunden: Das schrieb die BILD vor zwei Jahren nach dem Scheitern Deutschlands beim ESC.

2NEHMEN WIR MAL DIE POLEN. Wer sich da drüben einen gebrauchten Skoda leisten kann, wo hat der denn die Kohle her? Auf deutschen Baustellen Fliesen verlegt oder in deutschen Schlachthöfen Rinder zerlegt. Dankbarkeit? Stinkefinger (0 Points von Polen).

ODER DIE HOLLÄNDER. Jetzt legen sie mit ihren Käse-Wohnwagen wieder die deutschen Überholspuren lahm, ohne Maut natürlich. Wir stehen dafür im Stau. Aber Dankbarkeit? Stinkefinger (0 Points von Holland). (…)

Wir kaufen dem Türken sein Döner ab, und aus lauter Freundschaft haben wir gleich 10 Points in die Türkei geschickt, und was schallt zurück? 0 Points von der Türkei. Ey, Alda, kraß, voll der Hammer, ey.

Wir Deutschen sind die Guten. Wir lassen Heidi Klum ihren Seal heiraten (…)."

Die Welt ist so böse ZUM DEUTSCHEN. Man könnte meinen, DER POLE und DER TÜRKE haben sich gegen uns verschworen, damit DER IWAN gewinnt. Warum kommt mir diese Ausdrucksart nur so bekannt vor?

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