Donnerstag, 23. Juli 2009

Nicht immer kleinlich: Thilo Sarrazin

Selbst Thilo Sarrazin, der oft als kleinlich und unsozial geschmähte Berliner Ex-Senator der Finanzen, hat anscheinend seine generöse Seite.

Der ehemalige Finanzsenator Thilo Sarrazin ermöglichte in seiner Amtszeit dem Golfclub Wannsee ohne zwingenden Grund einen günstigen Pachtvertrag und verzichtete dadurch auf drei Millionen Euro.
[...]
Bei der Verpachtung eines landeseigenen Grundstücks an den Golfclub Wannsee hat der damalige Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) auf Einnahmen von drei Millionen Euro verzichtet. Denn bei den Verhandlungen im Sommer 2008 über ein neues Erbbaurecht für 99 Jahre war absehbar, dass der Verein ab 2010 die Gemeinnützigkeit verliert. Damit hätte der Golfclub den Anspruch auf eine besonders günstige Pacht verloren, die förderungswürdigen Sportvereinen zusteht, und müsste eigentlich den doppelten Pachtzins zahlen. Eine solche Nachbesserungsklausel steht aber nicht im Vertrag.
[...]
Sarrazin, der seit Mai im Vorstand der Bundesbank sitzt, ist inzwischen gern gesehener Gast in Wannsee: Zum Neujahrsempfang 2009 war der Golf-Anfänger eingeladen, und beim Rotary- und Lions-Turnier im Juni spielte er erstmals mit, obwohl er ein schlechtes Handicap von 54 hat. Die Sache mit dem Pachtzins sieht er anders. Voraussetzung für einen begünstigten Pachtzins sei nicht die Gemeinnützigkeit, sondern die förderungswürdige Bindung der Vereinsarbeit an sportliche oder kulturelle Zwecke, sagte er am Mittwoch auf Anfrage.

Im Sportförderungsgesetz des Landes Berlin steht aber: "Förderungswürdig ist eine Sportorganisation, wenn sie gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung verfolgt und dies durch einen Freistellungsbescheid zur Körperschaftsteuer nachweist".
Quelle: Tagesspiegel


Tja - diese Hartz IV Schmarotzer sind doch selbser Schuld, wenn sie ihr Geld lieber für Flachbildschirme, Videorekorder und MP3-Player verplempern, von denen sie sich dann den lieben langen Tag berieseln lassen und dabei faul und träge und immer fetter werden, statt ordentlich Sport zu treiben und z.B. einen Golfclub zu gründen.

Gefunden via feynsinn

4 Kommentare:

Roberto J. De Lapuente 23. Juli 2009 um 09:03  

Wir haben Thilo verkannt. Und ich habe gegen den Typen gehetzt - mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa...

Anonym,  23. Juli 2009 um 17:31  

Die Realität ist so schäbig, dass sie für ein B-Movie zu klischeehaft wäre.
Würde Thilo S. sich auch nur einen Tag lang Asche auf sein Haupt streuen und sich im Bußgewand in die Fußgängerzone stellen, würde ich ihm gerne vergeben. Auch das ergaunerte Geld kann er meinetwegen behalten. Aber so... er geht weiter in seinen Golfclub, blafft die Sekretärin in der Bundesbank an und ist weiter als die Stimme der schweigenden Mehrheit hoch angesehen... kann weiter vom hohen Ross herab hetzen.

So jemand darf einfach nicht weiterleben.

Hans Hirschel 4. August 2009 um 21:01  

In der letzten Woche Berichtete das Zeitmagazin in einem Dossiert über Crossborder Leasing.

Leider fehlt in der Onlie Ausgabe der Abschnitt über Thilo Sarrazins gloreichen BVG Deal, der Berlin vermutlich einen Verlust von mindestens 85 Millionen Euro einbringen wird.

ZEIT Dossier vom 16.Juli 2009
Die Rathauszocker

http://www.zeit.de/2009/12/DOS-Cross-Border-Leasing

Der Senat hatte U-Bahnlinien an einen US Investor verkauft und für 30 Jahre zurückgemietet.

Wegen der Finanzkrise und weil dem ein Steuersparmodell zugrunde lag, das inzwischen als betrügerisch eingestuft und kassiert wurde, gingen die Erwartungen nicht in Erfüllung.

Bereits in den 90er Jahren hatte es massive Warnungen vor den Risiken solcher Geschäfte gegeben. Will natürlich keiner mehr was von wissen.

Und Sarrazin schwebt inzwischen in höheren Sphären...

Siehe
FAZ net Cross-Border-Leasing,Kaum jemand las das Kleingedruckte
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E02902CA7296E4A189FFDE7038CECF134~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Hans Hirschel 4. August 2009 um 21:26  

Nochmal Sarrazin:

Der Berliner Kurier meldet:
"Auch in seinem neuen Job als Bundesbank-Vorstand nimmt der Ex-Finanzsenator von Berlin, Thilo Sarrazin, kein Blatt vor den Mund.

Munter pöbelt er: Hartz-IV-Empfänger seien Energieverschwender, viele Eltern würden ihre Finanzlage nur mittels zahlreicher Kinder aufbessern ...

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/politik/sarrazin_kritik_hartz_iv_renten_eltern/

www.flickr.com


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