Klartext
Die hohe Kunst der camouflierten Tautologie lehrt uns Herrmann Otto Solms bei RP-Online.
Im Klartext:
Die Bürger müssen lernen, mit dem auszukommen, was den Bürgern abverlangt werden kann.
Variation:
Die Masse der Bürger muss lernen, mit dem auszukommen, was wenige Bürger (bzw. "Unternehmen") sich abverlangen lassen.
Marode Schulen, reparaturbedürftige Straßen – haben Bund, Länder und Gemeinden nicht eher zu wenig als zu viel Geld für ihre Aufgaben?
Solms: Das ist rein aus Staatssicht gedacht. Wir müssen die Ausgaben aber aus Sicht der Bürger bewerten. Der Staat muss lernen, mit dem auszukommen, was den Bürgern abverlangt werden kann.
Im Klartext:
Die Bürger müssen lernen, mit dem auszukommen, was den Bürgern abverlangt werden kann.
Variation:
Die Masse der Bürger muss lernen, mit dem auszukommen, was wenige Bürger (bzw. "Unternehmen") sich abverlangen lassen.
2 Kommentare:
Verstehe... aus Bürgersicht ist es also nicht wünschenwert, wenn sie Steuern bezahlen und dafür die Schlaglöcher auf den Strassen repariert werden.
Variation:
Der Bürger soll zahlen, Maul halten und schon gar nicht auf die Idee kommen die Verwendung seiner Steuergelder zu hinterfragen. Es muss ihm als vorteilhaft erscheinen, dass diese Gelder dafür verwendet werden, um parasitären Hochfinanz zu mästen, während er selbst für Niediglöhne schuftet und am Ende noch nicht mal eine Rente dafür bekommt.
Moment. Eine Sache verstehe ich nicht. Ist der Bürger auch nicht gleich der Staat. Ich finde eine strikte Trennung ist da nicht möglich.
"was den Bürgern abverlangt werden kann."
Komischerweise wird so etwas nie gefragt. Wie viel kann man euch abverlangen. Findet ihr es okay vernünftige Renten zu bekommen, eine gute soziale Sicherung, prima Schulen, etc. dafür müsst ihr mehr zahlen. Nein immer wird gesagt der Staat ist schlecht und belastet den Bürger nur. Aber wo waren denn die Aufschreie als 150 Mrd. in das HRE Loch geworfen wurden?
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