Mittwoch, 10. September 2008

Wie bestellt: "Weltbankstudie"

Offenbar hat die TU_Chemnitz die ominöse Studie "Die Höhe der sozialen Mindestsicherung - Eine Neuberechnung "bottom up"", nunmehr endgültig aus dem Netz genommen und durch ein der Einseitigkeit der Studie angemessenes einseitiges Dokument (Präambel) als Platzhalter ersetzt. - Macht aber nichts, man braucht sie nicht länger und auch die "Hartz-IV Abzocker" Kampagne der BILD ist entbehrlich geworden, denn nun schaltet sich die internationale Abgreiftruppe ein:


Der Standort D schwächelt: In einem weltweiten Vergleich der Wirtschaftsfreundlichkeit ziehen sogar Kleinstaaten wie Georgien und Mauritius an der Bundesrepublik vorbei. Grund ist der eklatante Reformstau.

Jedes Jahr vergleicht das Institut [Weltbank] die Wirtschaftsfreundlichkeit von Ländern rund um den Globus. In dem Bericht "Doing Business 2009" wird untersucht, wie unternehmerfreundlich und reformfreudig ein Staat ist. Bewertet werden unter anderem bürokratische Hindernisse beim freien Handel und der Existenzgründung, die Flexibilität des Arbeitsmarktes sowie das Steuersystem. Die Daten wurden zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhoben - also noch vor dem Krieg im Kaukasus.

Deutschland sackte dabei um ganze fünf Plätze ab und landet nun hinter Ländern wie Georgien (Rang 15) oder Mauritius (Rang 24) auf Platz 25. Das schlechte Abschneiden liegt nach Angaben der Weltbank vor allem daran, dass die Konkurrenten reformeifriger als die Bundesrepublik waren. Besonders bei den Firmengründungen schneidet Deutschland so schlecht ab wie kaum ein anderes Industrieland.

Quelle (SpOn)

Wundert sich eigentlich jemand, warum nicht auch einmal untersucht wird, wie Arbeitnehmer-, Bürger- oder einfach: Menschenfreundlich die einzelnen Staaten sind?

Frag ja nur ...

6 Kommentare:

Altrockerin 10. September 2008 um 20:33  

Ein Grund dafür ist auch, dass die Menschen kein Geld haben, um irgendetwas bei uns anzukurbeln. Mal ketzerisch gesagt: Die Reichen die sich so sehr als Leistungsträger sehen, machen den heimischen Kohl eben auch nicht fett. Und, noch ein Grund ist, dass wir den Aufbau der kriegführenden Staaten mitbezahlen - Afghanistan, Irak, Georgien - überall gehen unser Kosten - für die beiteiligte Soldateska - und dann für den Wiederaufbau hin.
Da müssen die Armen eben verzichten, jeder Krieg fordert seine Opfer - eben auch hier. Menschlichkeit ist ja nicht angesagt, was ich sehr bedauere, und auch anrege, danach zu fragen. Schliesslich zeigen wir auf andere Länder gerne mit den spitzen Fingern.
Aber, leider - hierzulande wird es dann wieder rasch und gerne vergessen.

Anonym,  10. September 2008 um 21:41  

Lügenriecher sagt:

Dazu paßt, die DIW - die Institution, die von dem Neoliberalen Zimmermann geleitet wird - behauptet frei und frech, dass wir in Deutschland keine Armut haben. Alles nur eingebildet? Verdächtig ist, dass die "Studie" des DIW nun erscheint nachdem die perverse Studie aus Chemnitz veröffentlicht wurde, und nachdem sich nun Kritik am Kurs der Agenda2010 immer mehr in Buchform, bzw. auch ohne Buch, aus promineter Sicht (Ottmar Schreiner und Albrecht Müller - beide veröffentlichen, unabhängig voneinander reformkritische Werke, "Die Gerechtigkeitslücke" sowie "Meinungsmache" - nur als 2 Beispiele) äußert.

Anonym,  11. September 2008 um 12:59  

Entzückend finde ich besonders das Kriterium "Reformfreude". Merke: alles anders machen ist ein Wert an sich, und nur ewiggestrige Kleingeister, notorische Bedenkenträger und sonstiges Gesocks bestehen darauf, vorher wissen zu wollen, welches Problem mit einer Reform genau gelöst werden soll, wie wahrscheinlich es ist, dass die Lösungsmaßnahmen erreichen, was sie sollen, und welche Risiken und Nebenwirkungen die ganze Chose hat...

otti,  11. September 2008 um 14:31  

Wer, wie Doing Business, Deutschland mit Georgien vergleichen will, dem ist schlicht und einfach nicht mehr zu helfen.
Nichts als gnadenlose Verarschung und Propaganda ist der Report.

Je weniger Arbeitnehmerrechte, desto besser (Georgien: keine).
Menschenverachtend!

Anonym,  12. September 2008 um 21:13  

was mich nur stutzig macht, dass immer noch 50 % aller Wähler neoliberal stimmen würden...weil sie glauben vom System zu profitieren :-)
traurig, oder?

Mowitz 18. Dezember 2008 um 16:24  

Solange die "Meinungshoheit" durch gekaufte Medien ausgeübt wird und die Köpfe der Menschen erreicht, wird es schwer sein Änderungen durchzubringen.

Wer sagte noch: "Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein"?

Ist aber auch keine Garantie. Siehe ARD/ZDF etc.

www.flickr.com


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