Freitag, 11. April 2008

Roman Ruck zuckt wieder ...


"Berlin - Roman Herzog warnt vor einem zu großem Einfluss der Rentner in Deutschland. Die jetzt beschlossene außerplanmäßige Rentenerhöhung betrachtet er als Einstieg in eine ungute Zukunft. Deshalb warnt der Altbundespräsident: "Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentnerdemokratie: Die Älteren werden immer mehr, und alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie." Das frühere Staatsoberhaupt geht in der "Bild"-Zeitung noch weiter: "Das könnte am Ende in die Richtung gehen, dass die Älteren die Jüngeren ausplündern", sagte Herzog."
Quelle

Schon klar - es sind "die" Alten, die "die" Jungen ausbeuten und nicht etwa Konzerne wie Nokia, Spekulanten usw. die die arbeitende Bevoelkerung (nicht nur) dieses Staaates pluendern. Der Ruhestaendler Herzog selbst ist ja ein guter Beleg fuer seine These:
"Ab dem Zeitpunkt seiner Vereidigung erhält der Bundespräsident eine Besoldung von etwa € 213.000 jährlich, die nach dem Ausscheiden aus dem Amt als Ehrensold bis zum Lebensende ausgezahlt wird."

Ach nee - ein "Ehrensold" ist ja keine Rente - also nix fuer ungut Herr Ex-Bundespraesident.

Wo da der Unterschied liegt? Ganz einfach: der Ehrensold unseres Ex-Praesi wird aus Steuermitteln bestritten, hier werden also alle (einschliesslich der pluendernden Rentner) zur Kasse gebeten, waehrend die Renten aus quasi zweitklassigen Solidarbeitraegen von aktuell abhaengig Beschaeftigten fuer ehemals abhaengig Beschaeftigte finanziert werden muessen (sollen(t)en).

Cooler Trick: man laesst diejenigen, die man sowieso schon fleddert, noch sich gegenseitig "auspluendern". Man raubt den (potentiellen) Beitragszahlern zunehmend ihre Zahlungsfaehigkeit, pluendert das Sozialsystem (uebrigens unter Beteiligung unseres gegenwaertigen Praesidenten Horst Koehler, waehrend dessen "Wirkungszeit [als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium] entschieden [wurde], die sozialpolitischen Kosten der Vereinigung aus den beitragsfinanzierten Sozialkassen zu zahlen" [mehr]) und schreit dann - auf die Gepluenderten zeigend: "Haltet den Dieb!"

Dem Spiegelartikel sind uebrigens auch gleich moegliche Gegenmassnahmen zu dieser "unguten" (Orwell laesst gruessen!) Entwicklung zu entnehmen:
"Erste Politiker fordern nun die Herabsetzung des Wahlalters, um der Dominanz der Alten entgegenzuwirken. So sagte der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Johannes Vogel, dem "Hamburger Abendblatt": Man könnte das Wahlalter heruntersetzen, um eine bessere Partizipation der Jüngeren zu erreichen." In die gleiche Richtung äußert sich der Sprecher der Grünen Jugend, Jan Albrecht. Er fordert ein Wahlrecht ab 14 Jahre."

Recht so. Wenn das Volk nicht die Politik waehlt, die die Politiker wollen, dann waehlen die "Experten" sich eben ein passendes Wahlvolk, indem sie notfalls solange am Wahlrecht herumbiegen, bis der Waehlerwillen wieder deckungsgleich mit dem Politikerwillen ist.

Jedes Volk - so heisst es - bekommt die Regierung, die es verdient? - Mein Gott, was muessen wir alles auf dem Kerbholz haben, dass wir mit so etwas gestraft werden/worden sind ...

Nachtrag:
Mehr dazu (Nachdenkseiten)

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