Sonntag, 16. März 2008

Oh schoene neue Warenwelt!

So faengt es an.

Und so geht es weiter:

Supermaerkte, die im Grunde nur noch Warenautomaten sind. Nur dass man eben in den Automaten rein muss, um seine Waren zu bekommen. D.h.: noch weniger - und vor allem: noch weniger qualifiziertes Personal ist erforderlich, aus Niedriglohnjobs werden Niedrigstlohnjobs. Morgens, waehrend der Nacht oder waehrend sonstiger Schliesszeiten werden die Regale vollgepackt (natuerlich vorzugsweise von durch die Zulieferer gestellten "Rack Jobbern"), dann verschwindet das Personal von der Bildflaeche, wie dereinst die Heinzelmaennchen in Koeln.

Vor Ort bleiben lediglich ein paar 3,75 Euro Brutto Wachkraefte vom oertlichen, privaten "Security Service", die aufpassen dass nix geklaut oder randaliert wird. Kameraueberwachung ist weitgehend obsolet, da das Einkaufswaegelchen einen integrierten Scanner besitzt, und die Waren mit korrespondierenden (chip-) Labels versehen sind und die Karre nur durch per Kundenkreditkarte zu aktivieren ist; vor allem aber: aktiviert werden muss: sonst wird man eben gar nicht erst in den Automaten gelassen.

Was immer in den Wagen wandert, wird sofort registriert und in einen waegelcheneigenen Zwischenspeicher geladen. Bei der Durchfahrt durch die vollautomatische Scannerkasse wird noch mal abgeglichen und der faellige Betrag direkt von der Kontokarte abgebucht. Natuerlich verfuegen auch die Regale ueber Sensoren, mittels derer zurueckgelegte Waren als solche registriert werden, so dass sich jedweder Fehlbestand in Sekundenbruchteilen ermitteln laesst.

Bei Differenzen zwischen im Waegelchen gespeicherten Entnahmen und Kasse heult der Alarm auf - der Kunde wird wohl des Einkaufens einen Teil der Waren direkt vor Ort vezehrt haben. Prompt sind die Recken vom Security Service zur Stelle.

Ganz ohne Personal geht's eben doch nicht.

4 Kommentare:

Rob 18. März 2008 um 01:51  
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Rob 19. März 2008 um 15:13  

Zumindest in absehbarer Zeit wird der gute alte Strichcode nicht verschwinden, weil andere Systeme viel zu aufwendig seien - schrieb wenigstens die FAZ vor einiger Zeit.
Stattdessen wird jedoch dem Kunden zugemutet die Waren zum selben Preis selbst über das Band zu ziehen - die Supermärke (bzw. die großen Ketten die sich so eine Ummstellung leisten können) streichen die gesparten Lohnkosten ein und verkaufen das ganze noch als "Serviceleistung" die es dem Kunden ermöglicht Zeit zu sparen!
Genau das gleiche gilt jedoch auch für diese unsäglichen "Packstationen" der Deutschen Post und die Fahrkartenautomaten der Bahn!

Anonym,  1. April 2008 um 18:50  

Na hoffentlich erlebe ich das nicht mehr.
Wobei das System "Ware selbst übers Band ziehen" bei den Kunden ja nicht wirklich der Renner war bzw. ist. Von daher würd ich mir bzgl. einer praktischen Umsetzung noch gar keine Gedanken machen.

Kurt aka Roger Beathacker 14. April 2008 um 00:31  

"Ware uebers Band ziehen" ist ja im Prinzip (bald) nicht mehr noetig. Es gibt jetzt schon Preisetiketten, die ihre "Werte" an die Kasse funken.

Ich stell mir das Szenario etwa wie folgt vor:

Man betritt den Laden, was nur moeglich ist, wenn man sich mit seiner Kontokarte (am besten gleich vereinigt mit Personalausweis, U-Bahnticket- Studi-Ausweis, Buechereikarte usw.) "einloggt" - also man schiebt das Ding in einen Schlitz am Eingang und die Tore des Einkaufsparadieses oeffnen sich. Wenn man drin ist, schiebt man seine Karte in einen am Einkaufswagen angebrachten Kartenleser (Kleingeld fuer das Wagenpfand wird dann auch obsolet). Anschliessend schiebt man sein Waegelchen durch die Gassen und packts schoen voll. Sobald man dann mit seiner Last den Ausgang passiert, funken all die eingesammelten Artikel ihre Preise an die Kasse, die Kohle wird vom Konto abgebucht und die Karte wird (aktualisiert) wieder ausgegeben.

Pech natuerlich, wenn nicht genug auf dem Konto ist um die ganze Zeche zahlen zu koennen - dann bleibt die Karte im Waegelchen und man muss so lange Waren zuruecklegen (dafuer schlag' ich eine Art Ruecknahmeschacht an der Kasse vor, aehlich den Pfandautomaten, die jetzt schon mancherorts herumstehen) bis die Zahlungsfaehigkeit gewaehrleistet ist, bzw. das Kreditlimit nicht mehr ueberschritten wird. Tut man's nicht und versucht etwa, sich ohne zu zahlen aus dem Staub zu machen, werden die Ausgaenge blockiert und der Security Service alarmiert ...

So - oder so aehnlich ..

;-)

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